Diabetologikum Duisburg - Das Diabetes Zentrum in Duisburg - Diabetologikum Duisburg, Diabetologische Schwerpunktpraxis, Hausärtzliche-Internistische Gemeinschaftspraxis

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Diabetes Mellitus

Diabetes ist bei jedem Betroffenen anders.
Gemeinsam werden wir herausfinden welche Therapie für Sie die beste ist.
Diabetes Mellitus

Diabetes mellitus: Was ist das?

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Stoffwechselkrankheit, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist, was zu der Bezeichnung „Zuckerkrankheit“ geführt hat. Da es verschiedene Formen und Stadien des Diabetes gibt, muss die Art der Therapie genauestens ausgewählt und auf Sie individuell angepasst werden.

Nur eine gute Diagnostik ermöglicht das Erstellen eines optimalen Therapieplanes, bestehend aus bewusster Ernährung, Bewegung und medikamentöser Behandlung. Die bestmögliche Behandlung und eine intensive Beratung und Schulung sind die Grundlagen, um Spätfolgen wie Nieren-, Augen- und Gefäßschädigungen vermeiden zu können.

In unserer diabetologischen Schwerpunktpraxis bieten wir Ihnen die Behandlung aller Diabetes-Typen und deren Komplikationen. Eine auf Ihre Probleme und Behandlung abgestimmte Beratung und Schulung ermöglicht eine optimale Therapie.


Therapie des Diabetes mellitus

Unter dem Begriff Diabetes werden viele unterschiedliche Störungen des Zuckerstoffwechsels zusammengefasst, deren Gemeinsamkeit nur erhöhte Blutzuckerwerte sind. Selbst innerhalb der Gruppe er Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes gibt es viele unterschiedliche Stoffwechseltypen und Ursachen für die Entstehung des Diabetes und unterschiedliche Phasen des Diabetes. Daher muss die Therapie individuell dem jeweiligen Menschen in seiner ganz eigenen Phase des Lebens angepasst werden. Was dem Einen nutzt, kann dem Anderen sogar schaden.
Grundlage der Therapie ist bei allen Menschen mit Diabetes die Ernährung und die Bewegung. Trotz langjährig anderer Behauptungen ist auch für Typ-1-Diabetiker das Abstimmen der Ernährung auf die Therapie sehr wichtig. Während bei Menschen mit Typ-1-Diabetes meist nur eine Insulintherapie in Frage kommt, können die meisten Menschen mit anderen Diabetesformen zusätzlich mit Medikamenten behandelt werden, die geschluckt (OAD) oder auch unter die Haut gespritzt (GLP1-Analoga) werden müssen. In den letzten Jahren sind viele neue Substanzgruppen auf den Markt gekommen, die unterschiedliche Stärken und Schwächen haben, so dass auch die Nicht-Insulin-Medikamente individuell ausgesucht werden sollten. Hierbei ist ein wichtiges Kriterium die Diabetes-Dauer, das Gewicht und Begleiterkrankungen.

Eine Insulintherapie wird meist mit einer täglich einmaligen Injektion von Insulin (BOT) begonnen, die weder tägliches Zuckermessen, noch die Berechnung des Insulin notwendig macht. Hiermit wird die eigene Insulinreserve unterstützt. Mit zunehmendem Nachlassen der eigenen Insulinproduktion wird die Dosis und die Anzahl der Insulininjektionen erhöht und dem individuellen Bedarf angepasst CT (konventionelle Therapie), FIT, SIT. Schließlich wird bei komplettem Nachlassen der eigenen Insulinproduktion der gesamte Insulinbedarf und die Anpassung der Insulindosis von Außen gedeckt (ICT, CSII). Das letzte Stadium ist bei Typ-1-Diabetikern sehr rasch oder schon zu Beginn des Diabetes erreicht.

Diabetes in der Schwangerschaft

Jede während der Schwangerschaft erstmals erkannte Störung des Zuckerstoffwechsels wird als Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes (GDM) bezeichnet. Dies ist die häufigste Stoffwechselstörung während der Schwangerschaft.
Ein unerkannter oder unzureichend behandelter Diabetes während der Schwangerschaft kann zu Komplikationen vor, während oder nach der Geburt zu Komplikationen führen.
Zur Diagnostik wird in der Regel bei den Frauenärzten im Screeningtest nach 50g-Glukoselösung der Zucker getestet. Ist dieser auffällig, wird ein 75g-Zuckerbelastungstest (OGTT) meist in der diabetologischen Schwerpunktpraxis (DSP) zur Diagnosesicherung durchgeführt.
Termine zum Schwangerschaft-OGTT werden bei uns meist innerhalb von 2-3 Tagen angeboten (Terminvereinbarung auch Online)
Die Grenzwerte für dieses Test sind sehr streng (92mg/dl – 180 mg/dl -153 mg/dl). Ist bereits ein Wert minimal erhöht, spricht man schon von einem Schwangerschaftsdiabetes. Dies ist aber kein Grund zur Sorge. Der Test wird so früh durchgeführt, dass Probleme beim Kind nahezu ausgeschlossen sind.
Die Behandlung besteht in einer Schulung insbesondere zur Ernährung und regelmäßigen Zuckermessungen. Nur in seltenen Fällen ist im Verlauf eine Insulintherapie notwendig.
Zielwerte des Zuckers ▶ nüchtern: 70 – 90 mg/dl; ca. 1,5 – 2 Stunden nach der Mahlzeit: kleiner 140 mg/dl. Zielwert HbA1c: kleiner 6,0 %

Diabetologie

Folgeerkrankungen durch Diabetes Mellitus

Diabetische Augenerkrankung (Retinopathie)
Es handelt sich um Aussackungen und kleinste Blutungen an der Netzhaut, die sich schleichend und unbemerkt entwickeln. Nur der Augenarzt erkennt bei der Spiegelung des Augenhintergrundes mit erweiterter Pupille die Veränderungen, bevor Sie sie merken.
Vorbeugung und Therapie im Anfangsstadium ist die beste Maßnahme mit sehr guter Blutzuckereinstellung, optimaler Blutdruckeinstellung, Verzicht auf Nikotin und Netzhautuntersuchung 1x jährlich auch bei unverändertem Sehvermögen beim Augenarzt.

Diabetische Nierenerkrankung (Nephropathie)
Die normale Funktion der Niere ist die Entgiftung unseres Körpers durch Filterung des Blutes. Nützliches bleibt im Körper, Abbauprodukte oder Fremdstoffe z.B. von Medikamenten werden ausgeschieden. Frühe Störungen des Nierenfilters werden durch die Messung der Eiweißausscheidung im Urin und hier besonders des Albumins (kleinstes Eiweiß im Blut) erkannt. Fortgeschrittene Schädigungen fallen durch eine Erhöhung der „Nierenwerte“ im Blut (Harnstoff und Kreatinin) auf. Die klassische Nephropathie entsteht durch schlecht eingestellten Zucker-Stoffwechsel, durch erhöhte Fettwerte und Bluthochdruck, was zu einer Verkalkung der Nierenblutgefäße und zu einem zunehmenden Funktionsverlust der Niere führt.
Die langsame Verschlimmerung kann zum Nierenversagen mit der Notwendigkeit einer Blutwäsche (Dialyse) führen.
Durch eine gute Behandlung des Blutzuckers und vor allem des Blutdrucks, kann die Entstehung oder Verschlimmerung der Nephropathie meist verlangsamt oder verhindert werden.
Bestimmte Medikamente müssen bei Nierenfunktionseinschränkung in ihrer Dosis reduziert werden (z.B. Metformin und manche Antibiotika), aber nicht, weil diese Medikamente die Niere schädigen, sondern weil sich die Ausscheidung (auch deren Abbauprodukte) verändert.

Diabetische Nervenerkrankung (Polyneuropathie)
Die diabetische (Poly-)Neuropathie zeigt sich oft im Anfangsstadium als ein an beiden Füßen auftretender Verlust von Gefühl für das Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfinden. Stattdessen oder auch zusätzlich können das Gefühl von Kribbeln, Ameisenlaufen, kalten Füssen und teils starken Schmerzen insbesondere in Ruhe auftreten. Diese Symptome können auch viele andere Ursachen haben (z.B. Rückenprobleme oder Bandscheibenverschleiß und -vorfall), so dass ein Arzt aufgesucht werden sollte.
Auch hier ist eine gute Blutzuckereinstellung und vor allem der Verzicht auf Alkohol und Rauchen die beste Vorbeugung und Therapie.
Bei Auftreten von erheblichen Beschwerden oder starken Schmerzen können eine ganze Reihe unterschiedlicher Medikamente eingesetzt werden, die meist ursprünglich für die Therapie ganz anderer Erkrankungen vorgesehen waren (z.B. Krampfanfälle, Epilepsie, Depression).

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